Schutzkonzept "Bei uns nicht! Prävention sexualisierter Gewalt"

Die Evang. Jugend in Bayern gestaltet ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unter der Berücksichtigung dieses Schutzkonzepts.

 

Schwerpunkte

 

  1. Eindeutige Positionierung der EJB gegen sexualisierte Gewalt.  Die Verantwortung für die Prävention sexualisierter Gewalt wird im Leitbild un in Ordnungen verankert. Auch im Berich der Öffenlichkeitesarbeit, z.B. Darstellung auf der Homepage, Veröffenlichungen wird dazu Stellung bezogen.
     
  2. Selbstkritische Überprüfung der Organisationskultur
    Grenzverletzungen sind ein Phänomen, dem sich die evangelische Jugend in ihren Strukturen stellen will. Denn gerade auch Hierarchien, Abhängigkeiten und Machtgefälle begünstigen diese. Deshalb ist es in regelmäßigen Abständen unabdingbar, dass hauptberurliche und ehrenamltiche Mitarbeitende selbstkritisch die eigene Organisationskultur reflektieren und notwendige Schlüsse daraus zeihen. 
     
  3. Offene FehlerkulturWo immer es möglich ist, offen Fehler zu thematisieren und dem nachzugehen, haben Grenzverletzungen geringere Chancen. Menschen machen Fehler. Unser Auftrag gilt dem Rechnung zu tragen, wahrzunehmen, Zeit und Raum für die Entschuldigung und Versöhnen zu geben. 
     
  4. Klare Regeln zum Umgang mit Mädchen und Jungen (Verhaltenskodex und Schutzvereinbarungen)
    Der Verhaltenskodex dient den Mitarbeitenden als Orientierungsrahmen für den grenzachtenden Umgang mit Mädchen und Jugend. Gelichzeitig dient er auch als Grundlage, verbindliche Regelungen im Umgangn mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Schutzvereinbarungen festzulegen. Dies dient nicht nur dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt, sondern gibt den ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitenden gleichzeitig Sicherheit in der Arbeit. 
     
  5. Aus- und Fortbildung für alle hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden
    Grundlagenwissen ist evident, um die BEdeutung des Themas für die praktische Arbeit zu erkennen, Sensibilität zu entwickeln und das Schutzkonzept der EJB aktiv mitzutragen. Dies gilt für alle Mitarbeitenden, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, unabhängig ihrer Profession.
     
  6. Personalverantworung
    Das Bundeskinderschutzgesetzt verflichtet Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen und freuen Jugendhilfe dazu, ein erweitertes Führungszeugnis zu Beginn und dann in regelmäßigen Abständen vorzulegen. Darüber hinaus sollen ei der Peronalauswahl, die verschiedenen Aspekte des Themas angesprochen werden. 
     
  7. Partizipation - Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
    Partizipation - ein Grundanliegen von Jugendarbeit - ist die Entscheidung für die systematische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an Entscheidungen, die sie betreffen. Es stärkt deren Position und verringert das Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern, bzw. Jugendlichen und ist BEstandteil der evangelischen Jugendarbeit in Bayern. 
  8. Präventionsangebote für Mädchen und Jungen
    Das Recht auf Achtung der persönlichen Grenzen und auf Hilfe in Notlagen soll im Alltag der evangelischen Jugendarbeit thematisiert und gelebt werden. Deshalb werden konkrete Präbentionsangebote in regelmäßigen Abständen gemacht sowie sexualpädagogische Konzepte entwickelt und umgesetzt. 
     
  9. Information für Eltern
    ein Qualitätsstandard der Angebote der evanlischen Jugendarbeit, z.B. bei Freizeitmaßnahmen, ist die Information der Eltern über die Schutzmaßnahmen und Regelungen, die für die Arbeit gelten. 
     
  10. Beschwerdemöglichkeit
    Die Evangelische Jugend in Bayern verfügt über ein Beschwerdeverfahren und benennt Vertrauensperonen in ihren Gliederungen, an die sich Kinder, Jugendliche, Fachkräfte und Erltern im Fall einer Vermutung von sexualisierter Gewalt wenden können. 
     
  11. Krisenleitfäden zum Vorgehen im Verdachtsfall
    Ein schriftlich fixiertes Verfahren zum Vorgehen bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt, das sich an die Vereinbarungen innerhalb der Landeskirche orientiert, ist ein unerlässliches Element eines Schutzkonzeptes. Darüber hinaus muss es Überlegungen geben, für den Fall einer falschen Verdächtigung gegen Mitarbeitende, sowie die Verpflichtung zur Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt. 
     
  12. Kooperation und Vernetzung
    Der Krisenleitfaden enthält die Verpflichtung in (Vermutungs-)Fällen von sexualisierter Gewalt eine Fachberatungsstelle oder insoweit erfahrene Fachkräfte bei der Einschätzung und Entscheidungsfindung zum Vorgehen einzubeziehen.