Das Konzept

„Neue Jugendstudien zeigen, dass Jugendliche ganz im Gegensatz zu früheren Generationen nicht vom Ausstieg, sondern vom persönlichen Aufstieg träumen. Sie wollen weiterkommen, Neues lernen, sind wissbegierig, nehmen ihre Ausbildung sehr ernst, aber sie lernen anders: durch Ausprobieren und Selbermachen“ (Trendbuch Generationen, S.11) Konzept zum Download

Jugendarbeit als Gemeindeaufbau

Gemeinden haben zum Teil das Problem, dass ihr Angebot für Jugendliche von diesen nicht genutzt wird, die Bemühungen um diese Zielgruppe oft nicht fruchten. Die Einstellung einer pädagogischen Kraft ist oftmals nicht möglich und an die Referenten der Evang. Jugend ist die Erwartung Jugendarbeit vor Ort zu gestalten. Oftmals ist der Effekt, dass Jugendliche Beziehung zu Jugendreferenten eingehen und sich dann auf Dekanatsebene engagieren oder die aufgebaute Jugendarbeit wieder einschläft, wenn Jugendreferenten sich einem anderen Einsatzort zuwenden. Seitens der EJ Erlangen suchten wir nach einer Möglichkeit, Jugendarbeit auf regionaler Ebene zu unterstützen, ohne Ehrenamtliche Mitarbeiter abzuziehen. Gleichzeitig sollen die Kirchengemeinden vor Ort im Fokus stehen, ohne die Jugendreferenten "ganz für sich" zu vereinnahmen.
Das Ziel: Aufbau, Unterstützung und Vernetzung der Jugendarbeit vor Ort. 

Das regionale Konzept der Evangelischen Jugend Erlangen

Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit. Diese Beziehung soll ihren Ort vorrangig in der Kirchengemeinde bzw. in den neu gestalteten Gemeinderegionen haben. Zwischen Teamern, Jugendlichen und PfarrerInnen und Gemeindegliedern in Beziehung zu Gott. Die EJ Erlangen bietet den Kirchengemeinden einen stabilen Rahmen. Durch unsere Unterstützung haben die Gemeinden die Chance, mit wenig Mitteln eine eigene Jugendarbeit aufzubauen. Die Arbeit vor Ort wird von Ehrenamtlichen getragen und von PfarrerInnen unterstützt. Die Jugendreferenten sind dabei Begleiter für die Ehrenamtlichen, Ermöglicher für Projekte und Berater für Kirchenvorstände und PfarrerInnen. So entsteht Beziehung, dort wo sie hingehört: Zwischen Mitgliedern der Kirchengemeinde, PfarrerInnen und Jugendlichen. 

Ein Bild: Die Kirchengemeinden können sich im Baumarkt der EJ Erlangen alles besorgen, was sie brauchen, es gibt Baupläne und sogar das nötige Werkzeug dafür. Wir bringen auch den jungen Menschen das Handwerken bei, damit diese selbst an dem bauen können, was Ihnen wichtig erscheint. Von der kleinen Bastelarbeit bis zum Großprojekt ist alles denkbar. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn wie begeistert man jungen Menschen, sich in der Kirchengemeinde einzubringen?

Events mit Spirit als Türöffner

Evangelische Jugendarbeit ist nur ein Anbieter von vielen. Jugendliche gehen dorthin, wo es ihnen am besten gefällt. Also gilt es eine hohe Attraktivität zu schaffen. Unsere Antwort darauf:

DAS CAMP - Eine große Jugendfreizeit mit allen Kirchengemeinden einer Region. die Jugendlichen melden sich nach der Konfirmation freiwillig in ihrer Kirchengemeinde an. Bei unserem CAMP gibt es ein klassisches Freizeitprogramm(Workshops, Geländespiele, Sport und Shows) und wir legen großen Wert auf Gemeinschaft, gute Stimmung, Begegnung und jugendgerechte Andachten. Die bewusste Begeisterung für Andachten und sicher auch mal Diskussionen mit Tiefgang sind ein wichtiges evangelisches Markenzeichen. Eine gute Mischung aus Actionprogramm und spirituellem Leben hat sich in der Vergangenheit bewährt und Jugendlichen gefällt das. Viele fahren immer wieder gerne auf Freizeiten der Evangelischen Jugend mit. 

Das CAMP - ist als Veranstaltung der Kirchengemeinde geplant. Die Anmeldung erfolgt im Pfarrbüro. Die Jugendlichen werden von Mitarbeitern aus der Gemeinde betreut. Eine ideale Verknüpfung im Gehirn der Jugendlichen und Eltern. MEINE Kirchengemeine bietet etwas Begeisterndes an. Das nutzen wir direkt für die Einladung weiter in der Kirchengemeinde dabei zu bleiben und in Jugendgruppen oder TEAMERKURSEN mitzumachen. Das CAMP - ein Türöffner.

Teamerkurse - sind eine wichtige Brücke: Die Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung finden direkt in der Kirchengemeinde statt. die Jugendlichen erleben sich ein Jahr als Gruppe der Kirchengemeinde und werden in Aktivitäten der Gemeinde eingebunden. Die Inhalte des Kurses werden von der EJ Erlangen zur Verfügung gestellt. Die Teams der Kirchengemeinde werden durch die Jugendreferenten intensiv begleitet. Durch die hohe Präsenz der Jugendreferent, entsteht eine ideale Vernetzung. Über die Kurse hinaus wächst so eine gute Zusammenarbeit. Jugendleiter können in ihrer Tätigkeit gecoacht werden. 

Paradigmenwechsel - Teamer sind keine Jugendleiter

Teamerkurse - gibt es schon lange - wir denken Teamerkurse neu! Teamer werden konsequent für die Kirchengemeinde vor Ort ausgebildet. WIE ist entscheidender als WAS. Nicht die Inhalte des Kurses entscheiden, sondern die Form. Wenn Teamer regelmäßig in der Kirchengemeinde aktiv sein sollen, dann soll auch die Ausbildung dazu als ein regelmäßiges Angebot in der Kirchengemeinde angelegt sein. Jugendliche bekommen so ein Gespür, wie Gruppen und Leben in der Kirchengemeinde funktioniert. Die Gemeinschaft im Kurs stärkt die Beziehung untereinander und zur Gemeinde. Das ist der Gegenpol zu Events. 

Jugendliche kommen seltener  als Teilnehmende zu Angeboten von Vereinen und Verbänden. Ungebrochen hoch ist die Motivation der Jugendlichen Teamer zu werden und sich selbst zu engagieren. Das nutzen wir. Jugendliche wollen gleichberechtigte Beziehung und nicht fremdbestimmt sein - wollen nicht nur passive Teilnehmer sein. Es geht um die Erfahrung respektiert zu werden und sich selbst als wirksam zu erleben. Analog zur Befreiung aus der Kindheit durch die Pubertät bieten wir entsprechende Räume zum Ausprobieren und Wachsen. Wir verstehen Teamer nicht als pädagogische Leiter, sondern einfach nur als Mitglieder eines Teams. Gestaltungswille heißt nicht zwingend pädagogisches Geschick. Manche sind gerne in einem Technikteam, gestalten eine Homepage, betreuen einen Jugendraum oder organisieren Fest, oder sind handwerklich interessiert.

Kurz gesagt - Teamer sind keine Jugendleiter sondern Gruppenmitglieder

Wie läuft das in der Kirchengemeinde ganz konkret?

Ein Praxisbeispiel: Der Konfirmandenkurs wird von PfarrerInn mit jugendlichen Helfern gestaltet. Es gibt eine Konfifreizeit uns im Rahmen des Konfirmandenkurses Aktionen zur Gemeinschaftsbildung. Im Anschluss an die Konfirmation bietet die Kirchengemeinde eine Freizeit (DAS CAMP) an, zu der alle Konfirmanden der letzten 3 Jahrgänge eingeladen werden. Durch den Schwung, dem Gemeinschaftsgefühl und die dadurch entstandene Motivation des Camps, melden sich interessierte Jungendliche zu einem Teamerkurs an, der ein persönlichkeitsbildendes Programm in monatlichen Treffen ist. Durch Projekte und viel Praxis (Gemeindepraktikas) werden junge Menschen zur aktiven Mitarbeit an verschiedenen Stellen der Kirchengemeinde.

Die Kirchengemeinde profitiert davon, dass die auszubildenden Teamer, direkt in das aktuelle Leben der Kirchengemeinde hinein ausgebildet werden. Kontakte und Beziehungen können geschlossen werden und wachsen. Wenn junge Menschen sich als Peergroup in der Kirchengemeinde wahrnehmen, finden sie sich ggf. nach dem Teamerkurs als eigene (Jugendgruppe) zusammen. Auch hier werden sie Unterstützung benötigen. Einen Raum in der Kirchengemeinde und einen Ansprechpartner oder noch besser einen Gruppenleiter, der sie darin unterstützt ihre in der Regel vielen Ideen in die Tat umzusetzen. Darum geht es - Ideen in wirkliche Handlung zu verwandeln. 

Ansprechpartner, Gruppenleiter unterstützen wir gerne seitens der EJ Erlangen, bieten Konzeptbausteine, Anleitung und Vernetzung an. Kirchengemeinde und EJ Erlangen - ein starkes Team

Wenig ist mehr als gar nichts

Wichtig ist das tatkräftige Anpacken von Projekten mit den Jugendlichen. Qualität statt Quantität. Egal ob es 15 junge Menschen sind oder nur 4. Jede noch so kleine Aktion stärkt die Gemeinschaft und den Zusammenhalt vor Ort - stiftet Identifikation mit der Kirchengemeinde. Hier sind die Erwachsenen und älteren Jugendliche (Ansprechpartner, Gruppenleiter) von wichtiger Bedeutung. Im Rahmen eines Projekts den Jugendlichen hinterhertelefonieren, mal einen Fahrdienst übernehmen auch mal einen Ausfall hinnehmen, um dann wieder Mut zuzusprechen. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Doch es lohnt dran zu bleiben, damit eine lebendige Stadt entstehen kann. 

Beispiele für die Regionen: gemeinsame Kochabende, Übernachtungsprojekte im Gemeindehaus, gemeinsame Sommerfreizeiten, eine Pilgerwoche durch die Gemeindehäuser der Region, Kirchentagsfahrten, Kinderaktionstage, eine Adventsandachtsreihe durch wechselnde Kirchengemeinden, Kinder-lese-Nacht, Osternächte oder Nacht der Lichter, Jugendgottesdienste, lebendige Adventskalender für die Kirchengemeinde uvm... Es wird mit dem gearbeitet, wozu Ressourcen da sind, was Gemeinden brauchen und worauf die Teams Lust haben. 

Die Jugend ist nicht die Zukunft der Kirche - Sie ist Gegenwart

Ein Wechsel des Blickwinkels: Alle Formen der Jugendarbeit, sind auch Formen der kirchlichen Arbeit. Evangelische Jugend lebt von der doppelten Identität als eigenständiger Jugendverband und Jugend der Kirche. Vielerorts gilt die jugendverbandliche Arbeit als Nonplusultra,  mit Verweis auf auf die Partizipation in Jugendgremien z.B. die Dekanatsjugendkammer. Wir sehen es praktisch als eine Gleichzeitigkeit von jugendverbandlicher Arbeit und Gemeindearbeit. Auch die Mitarbeit von Jugendlichen in Teams und Gemeindeprojekten (z.B.: Homepage, Konfiarbeit, Jugendgottesdienste und Gruppenstunden) sind echte Jugendverbandsarbeit, wo Jugendliche nicht nur Erfüllungsgehilfen, sondern als partizipative, also gleichberechtigte Akteure behandelt werden müssen. Genauso sind die Gremien der EJ Erlangen echte Jugendarbeit, die den Nutzen für die Kirchengemeinden im Blick haben und nicht nur um sich selbst kreisen dürfen. 

Früher hatte man das Bild, dass die Jugend in der Jugendarbeit abgeholt und beschäftigt wird und danach bestenfalls in die "erwachsene" Kirchengemeinde wechselt. Damit junge Menschen aber wirklich eine Beziehung zur Kirchengemeinde aufbaut, braucht es ihrerseits offene Türen und Herzen. Es geht nicht um Angebote, sondern um eine Haltung. Das bedeutet die Fähigkeit, die Kritik und die Impulse aus der Jugend auf und ernst zu nehmen und gemeinsam neue Wege im Hier und Jetzt zu beschreiten. Wenn eine Kirchengemeinde Jugendarbeit macht, verändert das nicht nur die Jugend - die Jugend verändert auch die Kirchengemeinde. Kurz: Jugendarbeit ist Gemeindeaufbau ... und umgekehrt.

Es gilt an diesem Verständnis zu arbeiten und ist vermutlich eine wichtige Hürde im Prozess. Einstellungen, Bilder und Kulturen zu ändern dauert seine Zeit. Wichtig ist uns die Kommunikation in Kirchenvorständen und mit den PfarrkollegInnen. Miteinander Reden ist eine Daueraufgabe. Jede/r hat ein anderes Bild von Jugendarbeit und der Austausch darüber ist lohnenswert.

Gemeinsame Fragen könnten sein: 
- Was hat ein Jugendlicher eigentlich davon, wenn er in seine Kirchengemeinde kommt?
- Wie profitiert er davon in seinem Leben?
- Was will der Kirchenvorstand mit Jugendarbeit erreichen?
- Worum geht es den Erwachsenen, wenn sie Jugendarbeit wollen?

Reden (Konzepte) sind silber - Handeln ist Gold

Für die praktische Arbeit sind oft Kleinigkeiten entscheidend. Über soziale Medien und Onlineplattformen werden relevante Informationen an alle Kirchengemeinden und Teams gesendet. Jugendliche müssen immer wieder angesprochen werden. Auch Jugendliche die lange "abgetaucht" sind immer wieder einladen. Ein "nein" von heute, kann ein "ja" von morgen sein. Ein langer Atem zahlt sich erfahrungsgemäß aus. 

Nach jedem Teamerkurs und jeder Mitarbeiterschulung ruft ein Jugendreferent bei PfarrerInnen der Kirchengemeinde an, wo die Teamer gut eingesetzt werden können und welche Stärken die Teamer in die Kirchengemeinde einbringen können. 

Konsequente Dezentralisierung der Angebote: Jugendgottesdienste, Vorbereitungstreffen, Sitzung von Gremien (die Dekanatsjugendkammer praktiziert das seit Jahren) rotieren durch dich Gemeindehäuser. Auf regionaler Ebene sind auch Mitarbeiterdankfeste und Sommerfeste denkbar. Anderenorts wurde die Erfahrung gemacht, dass nach ersten Murren der Älteren, sich Jugendliche darauf freuen, wenn eine Aktion in "ihrer" Gemeinde stattfindet und zeigen mit Stolz ihr Gemeindehaus, ihre Jugendräume und stellen vor was in der eigenen Jugendarbeit so läuft. 

Jugendliche sind offen, für alles was Identität und gemeinsame Kultur stiftet. Eigene Räume, bedruckte T-Shirts, Motto-Sprüche und Traditionen. Dies gilt es zu kultivieren und spielerisch zu nutzen. Bei dekanatlichen Veranstaltungen könnten Jugendliche mit ihrem T-Shirt ihre Gemeindeidentifikation / -zugehörigkeit zum Ausdruck bringen. 

Wer weiß wo er herkommt, kann auch woanders hingehen: Eine Vision könnte sein, dass Freizeiten, Mitarbeitertreffs, Jugendgottesdienste oder Konfirmandenaktionen regional gestaltet werden können. Dies wertet die regionale Zusammenarbeit auf und verbessert diese zwischen den Teams und nicht zuletzt auch unter den Hauptberuflichen MitarbeiterInnen oder PfarrerInnen. 

Entscheidend ist das gemeinsame Tun. Wer sich kennt und erlebt, hilft auch gerne. Als EJ Erlangen würden wir gerne Teamer vermitteln. Vom Freizeitbetreuer bis zur Vermittlung eines Küchenteams. Nachbarschaftshilfe - man kennt sich, man hilft sich gern. 

Stolpersteine, Hürden, Zukunftsfragen

Ja, ... Jugendarbeit ist aufwendig, kostet Nerven, Zeit und Geld. Dann noch die Personalfrage. Viele Gemeinden haben gerade mal so viele Stellen, dass sie den aktuellen Betrieb meistern können. Da ist es schwer noch Jugendarbeit anzugehen. Wir möchten Lust auf Jugendarbeit machen und glauben dass es sich lohnt diese Arbeit zu investieren. Gleichwohl erkennen wir an, dass PfarrerInnen und andere Verantwortliche in der Gemeinde eine Schlüsselfunktion und dadurch eine Mehrbelastung durch die Jugenarbeit haben. 

Organisatorisch muss ein guter Rahmen für die Teamer mit ihrem jugendlichen Leichtsinn geschaffen werden. Dazu kommt, dass nicht jede/r gerne Beziehungen zu Jugendlichen aufbaut und pflegt. Aufbauend auf der Erfahrung der EJ am Untermain,  ist, dass dieses unterstützende System sehr gut funktioniert, wenn es vor Ort einen Verantwortlichen gibt, der die Koordination übernimmt.Lassen Sie uns gemeinsam auf die Suche nach Erwachsenen gehen, die Lust haben in die Jugendarbeit vor Ort einzusteigen und genau für diesen Rahmen vor Ort sorgen können. Notwendige

Qualifikationen: Listen schreiben, Mails lesen, mit Jugendlichen telefonieren, Snacks einkaufen, Jugendraumschlüssel,verwalten, ein großes Herz und ein nettes Lächeln. Das Know-How bekommt er dann durch die EJ Erlangen.Das Alter ist übrigens egal. 

Jugendarbeit wird organisatorisch immer schwieriger. Durch die gesteigerten Ansprüche von allen Seiten. Das geht von der Hygienebelehrung bis zum Führungszeugnis, über die Zeitverknappung durch Ganztagsschule oder die Digitalisierung. Dieser Herausforderung begegnen wir mit einer Spezialisierung unserer Tätigkeiten auf das Jugendalter und die Teamerarbeit mit Einzelprojekten in den Kirchengemeinden. Die Gemeinden können nicht alles machen. Aber sie können über einen bestimmten Hebel ansetzen und darüber dann eine gewisse Reichweite erzielen. 

Was brauchen Jugendliche von der Kirche?

Jugendliche sind auf der Suche nach Menschen, die ihnen beim Erwachsenwerden als Reibungsfläche dienen. Sie brauchen authentische Gesprächspartnern für Spiritualität und Sinn. Und sie sind offen für die Kirche. Schließlich fehlt den meisten jegliche Vorerfahrung. Sie warten auf inspirierende Gespräche und Vorbilder. Das wünschen wir uns von uns allen. Ein offenes, authentisches, herzliches Empfangen der Jugendlichen. Es muss keine Show, kein Event, keine Bespaßung sein. Das haben die Jugendlichen zur Genüge in ihrer Online Welt. Im Gegenteil.Wir sollten sprachfähig werden, was wir überhaupt unter Christ - Sein verstehen. Gleichzeitig sollte schon der herzliche Empfang und unser Auftreten gegenüber den Jugendlichen eine Strahlkraft haben und zeigen, warum es sich lohnt in der Kirche zu sein. Das Ganze gepaart mit einer Neugier für die Jugendlichen und einer stets helfenden Hand. Jugendliche erwarten ein erkennbares christliches Profil ihrer Kirche.

Unsere Angebote sollen Tiefgang haben. Verkündigung erfolgt dabei vor allem über das Evangelium der Tat. Dieses Vorleben der Gemeinschaft und der christlichen Werte ist prägend. Entscheidend ist für Jugendliche nicht was man sagt, sondern was man tut. Was Jugendliche in die Gemeinde bindet ist nicht das Angebot, sondern die Beziehung. Ein absprechendes Angebot ist dafür der Aufhänger.

Wir danken Diakon Sebastian Heilmann von der EJ am Untermain, der diese Konzept grundlegend entwickelt hat und uns am Erfolg dieses Konzepts teilhaben lässt.